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Perspektiven bieten, nicht Ängste schüren!

Veröffentlicht am 21.03.2012, 14:50 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL Landtagsrede in der Aktuellen Stunde zur Zukunft der l├Ąndlichen Schulen am 21. M├Ąrz 2012
[Rede frei gehalten, daher Abweichungen vom Entwurf]

Wahrhaftigkeit ist ein kostbares Gut. Vielleicht ist das der Grund, warum manche so sparsam damit umgehen.

Erstens: Die Zukunft der beruflichen Schulen und beruflichen Gymnasien hat die SPD in ihrem Regierungsprogramm und in den gestern pr├Ąsentierten Konkretisierungen immer bedacht.
Da ist ausdr├╝cklich davon die Rede, dass wegen der beruflichen Gymnasien nicht alle Gemeinschaftsschulen eine Oberstufe erhalten k├Ânnen.

Zweitens: In keinem Land, das Stufenlehrer ausbildet, wurden bisher Gymnasien geschlossen oder deren Schlie├čung intendiert. Ja, unsere Vision ist eine ,,Schule f├╝r alle", deshalb steht das auch in unserem Regierungsprogramm. Nein, wir werden keine Gymnasien schlie├čen. Wir k├Ânnen in zehn bis zwanzig Jahren von mir aus auch das Schild ,,Gymnasium" an jede Schule h├Ąngen, wenn Sie das so gerne lesen.

Drittens: Es gibt heute Schulen, die bereits jetzt die in der Mindestgr├Â├čenverordnung geforderten Zahlen nicht mehr erreichen. Was sagen Sie denen? Sie wollen 3.600 Lehrerstellen streichen und der Minister k├╝ndigt an, die Mindestgr├Â├čenverordnung unver├Ąndert f├╝nf Jahre beizubehalten. Das h├Ątte Schlie├čungen zur Folge. Was sagen Sie den betroffenen Schulen?


Wir haben Vorschl├Ąge gemacht, neue Kooperationsm├Âglichkeiten zu schaffen, L├Âsungen f├╝r den l├Ąndlichen Raum durch eine ├änderung der Mindestgr├Â├čenverordnung zu erm├Âglichen und Regionalschulen zu Gemeinschaftsschulen weiterzuentwickeln, um ihnen Perspektiven zu er├Âffnen. Unsere Vorschl├Ąge liegen auf dem Tisch. Sie sind herzlich eingeladen, Ihre dazu zu legen und mit uns in einen konstruktiven Diskurs einzutreten!

Nur 13,5 Prozent der Viertkl├Ąssler sind im Schuljahr 2010/2011 auf Regionalschulen gewechselt. Das ist ein schlechterer Wert, als die Hauptschulen jemals hatten. Welche Perspektiven schaffen Sie f├╝r diese Schulen?

44,6 Prozent aller Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler wechselten auf eine Gemeinschaftsschule, die damit die beliebteste Schulart im Lande ist. Wie kann die CDU eigentlich immer wieder von ,,Schulfrieden" reden, wo sie es doch war, die den Gemeinschaftsschulen und Regionalschulen in die p├Ądagogischen Konzepte gegr├Ątscht ist, indem ihnen die Differenzierungsstunden halbiert wurden! Das m├╝ssen wir r├╝ckg├Ąngig machen und die Gemeinschaftsschulen st├Ąrken.

Wir glauben, dass etwa 20 neue Oberstufen an Gemeinschaftsschulen im Land eingerichtet werden m├╝ssen, wenn wir die Abiturquote steigern wollen. Wir haben unsere Kriterien vorgestellt, m├Âgliche Standorte benannt. Wo sind die Vorschl├Ąge von CDU und FDP?

Gegen Ende noch ein Hinweis p├Ądagogischer Art: Ich finde es bedenklich, wenn eine Fraktion dieses Hauses eine Angstkampagne startet, f├Ąlschlicherweise behauptet, die SPD wolle Schulen schlie├čen, und sich eine Landkarte mit angeblichen Schlie├čungskandidaten ins Fraktionszimmer h├Ąngt, um dann Schulklassen vor diese Karte zu f├╝hren. Das ist unverantwortlich und zeigt politische Verzweiflung! Nageln Sie doch noch ein totes Tier daneben, damit Sie Tr├Ąnen erreichen!

Abschlie├čend ein Lob f├╝r die FDP: Es war richtig, dass Sie die Aktuelle Stunde heute um die bildungspolitischen Vorstellungen der Opposition erweitern wollten. So gab es wenigstens Vorschl├Ąge f├╝r die Zukunft. Das werden die sein, die ab dem 6. Mai relevant sind f├╝r Schleswig-Holstein!

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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