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Bildungsstandards fĂĽr Deutschland

Veröffentlicht am 07.09.2012, 19:12 Uhr     Druckversion

Foto: Prof. Dr. Hans Anand Pant 2003 beschloss die Kultusministerkonferenz (KMK) die Einführung von Bildungsstandards in Deutschland. Diese sollen gewährleisten, dass alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs dieselben Kompetenzstufen erreicht haben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Bundesländern nahmen nun an einer KMK-Konferenz im Hamburger Institut für Lehrerbildung teil, um Erfahrungen mit den Bildungsstandards auszutauschen und sich über wissenschaftliche Begleitstudien zu informieren.
Aus Schleswig-Holstein war auch Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, dabei.

Prof. Dr. Hans Anand Pant begleitet mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungssystem (IQB) die Einführung der Bildungsstandards. Er wies nach, dass kompetenzorientierter Unterricht zu besseren Lernerfolgen bei den Schülerinnen und Schülern führt. Das Problem sei jedoch, dass die Kompetenzorientierung eigentlich von unten, im jeweiligen Unterricht, wachsen müsse, dieses Wachsen von unten aber schwer von oben angeordnet werden könne. Pant: „Die Frage darf nicht mehr sein: Welcher Stoff wurde heute im Unterricht durchgenommen? Sie muss lauten: Welche Vorstellungen, Fähigkeiten und Einstellungen sind heute entwickelt worden?“

Martin Habersaat: „Wichtig ist letztlich nicht, was im Unterricht ‚drangenommen‘ wurde, sondern was die Schülerinnen und Schüler tatsächlich können.“ Zum mittleren Bildungsabschluss gehört es beispielsweise, verschiedene Lesetechniken zu beherrschen. Einen Text flüssig vorlesen können gehört ebenso dazu wie ihn schnell zu überfliegen oder den Zusammenhang zu integrierten Bildern herzustellen. Anhand welcher Texte dies geübt wird, ist nicht entscheidend. Das ist ein Unterschied zum „Stoffplan“ vergangener Jahrhunderte.

In der Arbeitsgruppe „Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften“ ging es im Anschluss an den Vortrag von Pant um die Frage, wie Beschlüsse der KMK in der Schulwirklichkeit ankommen. Martin Habersaat, bis zu seinem Einzug in den Landtag selbst Lehrer: „In meinem Referendariat habe ich bereits kompetenzorientierten Unterricht gestaltet. Es hilft aber nicht, wenn das nur Referendare während ihrer Ausbildung tun.“ Das Problem sei aber, vorsichtig formuliert, dass nicht jede gute Idee der KMK von allen Lehrkräften sofort mit Begeisterung aufgegriffen werde. Habersaat: „Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass Schülerinnen und Schüler besonders davon profitieren, wenn sie eigene Lernfortschritte selbst bewerten und kommentieren müssen. Dennoch findet das noch nicht in jedem Unterricht statt.“

Wichtig findet der Abgeordnete, dass auch Politik und Öffentlichkeit sich mit Fragen nach gutem Unterricht beschäftigen. „Wir streiten uns viel zu oft über das Schulsystem oder andere Äußerlichkeiten. Es könnte gerne häufiger um die Frage gehen, wie wir Unterricht verbessern und mit unseren Ressourcen mehr erreichen. Gerne auch häufiger auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse.“


Die von der Kultusministerkonferenz in den Jahren 2003 und 2004 vereinbarten Bildungsstandards finden sich hier: http://www.kmk.org/bildung-schule/qualitaetssicherung-in-schulen/bildungsstandards/dokumente.html

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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