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Neues Schulgesetz im Landtag

Veröffentlicht am 24.09.2013, 07:40 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

Zweigliedrige Schulstruktur mit Gemeinschaftsschulen und Gymnasien

Vom 25. - 27. September tagt der schleswig-holsteinische Landtag. Auf der Tagesordnung steht dann auch eine Schulgesetznovelle. Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, stellt die wichtigsten Änderungen vor. Vor allem lobt er das Verfahren, mit dem es zu diesem Entwurf kam:

„Die Landesregierung in Schleswig-Holstein hat den größten Bildungsdialog in der Geschichte des Landes gestartet. Nie war eine Schulgesetzänderung so gut vorbereitet wie diese. Umgesetzt werden in erster Linie Empfehlungen einer Bildungskonferenz vom Februar 2013, die bisheriger Höhepunkt des Bildungsdialogs war."


Kernelement der Schulgesetz-Änderungen sei die Einführung einer zweigliedrigen Schulstruktur mit Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in der Sekundarstufe I, später ergänzt durch starke berufliche Schulen. Vorrangiges Ziel der Schulgesetz-Änderung ist es, jedem Kind, unabhängig von seiner sozialen Herkunft, eine faire Chance auf einen bestmöglichen Schulabschluss zu ermöglichen. Auch der Landtag wird mit dem Gesetzentwurf noch in Anhörungen und ein Dialogverfahren gehen, Anfang 2014 soll der endgültige Beschluss fallen, zum Schuljahr 2014/15 das neue Gesetz in Kraft treten.


Die wichtigsten neuen Regelungen im Einzelnen:


Gymnasien
An den Gymnasien wird in der Regel nach acht Jahren das Abitur erworben (G8); die im Schuljahr 2014/15 bereits bestehenden Gymnasien mit einem neunjährigen Bildungsgang oder einem acht- und neunjährigen Bildungsgang (das sogenannte Y-Modell) können fortgeführt werden. Das war ein Ergebnis der Bildungskonferenz, für das sich unter anderem die Landeselternvertretungen für Gymnasien und Gemeinschaftsschulen sowie alle Landesschülervertretungen ausgesprochen hatten.


Gemeinschaftsschulen
An den Gemeinschaftsschulen können drei Bildungsabschlüsse erworben werden: die 'Berufsbildungsreife' nach neun Jahren, der 'Mittlere Abschluss' nach zehn Jahren und das 'Abitur' nach 13 Jahren (G9).


Regionalschulen
Alle bestehenden Regionalschulen mit mindestens 240 Schülerinnen und Schülern werden zum 1. August 2014 in Gemeinschaftsschulen umgewandelt. Das hatte die Bildungskonferenz ohne Gegenstimme empfohlen.


Kooperationen
Da nicht alle Gemeinschaftsschulen eine eigene Oberstufe haben, können Schulen ohne eigene Oberstufe Kooperationen mit allgemein bildenden Schulen mit eigener Oberstufe und/ oder Beruflichen Gymnasien eingehen. Diese Kooperationen gewährleisten, dass die Schülerinnen und Schüler bereits mit dem Wechsel von der Grundschule in die weiterführende Schule 'ihre' Oberstufe kennen. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler - wenn sie die schulischen Leistungsvoraussetzungen erfüllen - damit auch eine Rechtsgarantie für den Besuch dieser Oberstufen. „Das bedeutet: Wenn die Schulträger von dieser Kooperationsmöglichkeit stark Gebrauch machen -, können kurz- bis mittelfristig nahezu alle weiterführenden Schulen im Land ihren Schülerinnen und Schülern de facto eine Oberstufe anbieten", sagte die Bildungsministerin.


Abschlussbezogenen Klassenverbände
Abschlussbezogene Klassenverbände gibt es zukünftig nur noch an den Gymnasien. An den Gemeinschaftsschulen wird es mit Ausnahme der 'flexiblen Übergangsphase' keine abschlussbezogenen Klassenverbände mehr geben. Der Unterricht findet hier in binnendifferenzierender Form statt. Das wurde von der Bildungskonferenz mit großer Mehrheit empfohlen. Ab der Jahrgangsstufe 7 ist es allerdings möglich, die Lerngruppen nach Leistungsfähigkeit und Neigung der Schülerinnen und Schüler zu differenzieren.


Abschlüsse
An die Stelle des ´Hauptschulabschlusses´ tritt die Bezeichnung ´Berufsbildungsreife´, an die Stelle des ´Realschulabschlusses´ die Bezeichnung ´Mittlerer Schulabschluss´.


Aufregung gab es um eine sprachliche Regelung. Statt von Bildungs- und Erziehungszielen ist im Schulgesetzentwurf von „pädagogischen Zielen" die Rede. Habersaat: In Paragraf 2 unter „Begriffsbestimmungen" wird ausgeführt, dass mit „pädagogischen Zielen" genau die bisherigen Bildungs - und Erziehungsziele gemeint sind. Aus meiner Sicht kein Grund zur Aufregung." Spannender seien andere Fragen, zu denen der Dialog noch läuft. So steht beispielsweise eine Einigung für die Zukunft der Schulartempfehlungen nach Klasse 4 noch aus.

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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