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Die Grünen, FDP, BGT und Mehrheit der CDU gegen dringend benötigte Kita-Erweiterung

Veröffentlicht am 06.06.2021, 15:09 Uhr     Druckversion

Kita Junges Gemüse, weiterhin mit Notlösung und Überbelegung

Gruppen überbelegt, Bewegungsraum umfunktioniert – trotzdem kein Anbau!

Mit Erstaunen konnten die Anwesenden der Gemeindevertretersitzung am 02.06.2021 feststellen, dass die Not an Betreuungsplätzen den meisten Gemeindevertreter/-innen noch nicht groß genug zu sein scheint. Sie stimmten trotz Überbelegung und dem Bedarf an weiteren Betreuungsplätzen gegen eine Erweiterung der Kindertagesstätte Junges Gemüse in Tangstedt. Jetzt muss weiter zu Lasten der Kinder und Mitarbeiter/-innen mit Notlösungen gearbeitet werden.

Bereits im letzten Jahr waren die Signale klar. Die Gemeinde Tangstedt verfügt nicht über eine ausreichende Anzahl von Betreuungsplätzen in ihren Kindertagesstätten. Seinerzeit hatte die SPD-Fraktion den Antrag eingebracht, die Kindertagesstätte Junges Gemüse von einer fünfgruppigen Einrichtung um die Räume für zwei weitere Gruppen auf eine siebengruppige Einrichtung zu erweitern. In der Zwischenzeit musste zur Schaffung weiterer Betreuungskapazitäten eine Lösung her. Die bestehenden Gruppen wurden über die Regelgruppengröße von 20 Kindern hinaus belegt. Eine sechste Gruppe wurde neu in dem Bewegungsraum eingerichtet. Eine Übergangslösung, zu der die Heimaufsicht des Kreises Stormarn für drei Jahr zugestimmt hat. Denn seitdem kann der Bewegungsraum als solches von den Kindern nicht mehr genutzt werden.

Und was passiert? Nichts!

In der Diskussion der letzten Monate wurde gerade auch von einzelnen Wilstedter Stimmen aus dem Umfeld der Wilstedter Kindertagesstätte Argumente ins Feld geführt, die den geneigten Dritten sich fragen lassen, worum geht es eigentlich. Geht es um ein regelhaftes Betreuungsangebot für die Kinder von berufstätigen Eltern? Oder geht es um Argumente, bei denen die Kinder nicht im Blickpunkt stehen und andere Ziele verfolgt werden?

Schließlich stehen alle Fraktionen hinter dem Plan, einen Ersatzbau für die Wilstedter Kindertagesstätte Kunterbunt mit sieben Gruppen vorzunehmen. Und dieser Ersatzbau schafft auch keine neuen Kapazitäten, da schon jetzt die Kindertagesstätte in Wilstedt ihre siebte Gruppe wieder in Betrieb nimmt.

U. a. mussten sich die Fürsprecher für den Anbau der Kindertagesstätte in Tangstedt anhören, dass es keine Fördermittel gäbe. Ah, keine Fördermittel? Damit erledigt sich wohl auch der Bedarf!

Hinsichtlich des Bedarfs, auf den auch die Amtsverwaltung regelmäßig hinwies, äußerte sich auch der Kreis Stormarn noch kurz vor der Sitzung schriftlich. Alle Beteiligten ließ man wissen, dass mehr als die Hälfte der Erziehungsberechtigten mit Kindern unter 3 Jahren in der Gemeinde Tangstedt ihren Betreuungsanspruch bisher nicht einfordern. Aber was passiert, wenn Eltern oder Alleinerziehende wegen ihrer Berufstätigkeit einen Betreuungsplatz benötigen? Kümmern sich dann die Gemeindevertreter/-innen persönlich um die Kinder der Eltern? Wohl eher nicht!

Ebenso wies die Heimaufsicht auf die Situation der Überbelegung in den Kindertagesstätten hin. Überbelegung? Scheinbar für die meisten Gemeindevertreter/-innen am Mittwochabend jedoch kein Problem. Dabei ist seit mehreren Jahren bekannt, dass die Gruppengröße ein deutlicher Faktor dafür ist, ob sozialpädagogische Fachkräfte erkranken oder das Berufsfeld verlassen. Dabei ist das Fehlen von Fachkräften den Gemeindevertreter/-innen schon bewusst. Aber nicht so wie man erwarten würde. Es wurde ins Feld geführt, dass es ja an Fachkräften fehlen würde und man deshalb einer Erweiterung nicht zustimmen könne. Ah, erst wenn die Bude raucht, wird sich Gedanken um eine Feuerwehr gemacht. Ein ganz neues Bild von öffentlicher Daseinsvorsorge.

Weiter weist die Kreisverwaltung auf die Folgen hin, wenn weiterer Wohnraum in der Gemeinde geschaffen wird und durch die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum ältere Anwohner/-innen ihre Häuser nachvollziehbarerweise an vornehmlich junge Familien übergeben. Abschließend wird zudem die Gemeinde daraufhin gewiesen, dass die Gemeinde die Kosten zu tragen habe, wenn Kinder [wegen fehlender Kapazitäten] außerhalb der Gemeinde betreut werden müssten.

Und was passiert? Die Grüne, FDP, BGT und die Mehrheit der CDU stimmen gegen die Erweiterung. Ein Ergebnis, welches den Eltern, ihren Kindern und Mitarbeiter/-innen der Gemeinde nichts bringt.

Ein Trost an dieser Stelle mag das Ergebnis der namentlichen Abstimmung vom 02.06.2021 sein: Neben den anwesenden SPD-Fraktionsmitglieder Ingrid Sichau und Norman Hübener stimmten Jürgen Lamp (Bürgermeister) und Michael Paulsen (Vorsitzender des für Kindertagesstätten zuständigen Zentralausschusses) sowie Babette Sommer (Gemeindevertreterin und Mutter) für die Erweiterung.

Damit ist die Erweiterung als Chance zur schnellsten Maßnahme für eine Entspannung der Betreuungssituation nicht wahrgenommen worden.

Schade!

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Johannes Kahlke

SPD Ortsvereinsvorsitzender




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